Nintendo spielt mit meiner Nostalgie (und es funktioniert)

Eigentlich habe ich mir nur die GameStar Review angesehen. Ein Fehler. Denn oft reicht ein einziges Video. Oder vielleicht auch nicht. Jedenfalls war ich danach deutlich gehypter als davor. Die Begeisterung der Redaktion hat mich sofort an meine Zeit mit Lylat Wars erinnert, als ich als Zwölfjähriger praktisch jede Route durch das Lylat System auswendig kannte.

Seitdem habe ich natürlicht (wie sollte es anders sein) etliche weitere Reviews zu Star Fox reingezogen. Und je mehr ich sehe, desto klarer wird mir, warum mich dieses Remake so anspricht. Es versucht gar nicht krampfhaft, etwas völlig Neues zu sein. Stattdessen wirkt es wie eine liebevolle Rückkehr zu einem Spiel, das für mich schon damals fast perfekt war.

Denn gerade die Geschichte von Star Fox zeigt, dass Veränderungen nicht immer Verbesserungen sind. Viele spätere Teile wollten mehr machen und haben dabei oft das verloren, was die Reihe ursprünglich ausgemacht hat.

Aber ja, ein Teil von mir hätte natürlich trotzdem gern ein echtes Star Fox 2 gesehen.

Eine Switch 2 besitze ich noch nicht. Noch nicht. Allerdings ertappe ich mich immer öfter dabei, Preise zu vergleichen und Videos anzuklicken, die ich eigentlich gar nicht anschauen wollte. Und vielleicht ist genau das Nintendos größter Erfolg. Sie verkaufen mir nicht nur ein Spiel. Sie verkaufen mir ein kleines Stück Kindheit zurück.