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Friday, September 03, 2010

 

 

 

Aktion TORSO, SYLT(z), BRD, Sept. 2006 Kunstverbrennung, Selbstanzeige - Selbstverbrennung, Kunstanzeige

"Cannabis als Medizin"

Eine unendlich platte PROVINZ-SOAP aus dem höchsten Norden Deutschlands

Fotos von http://www.katjahoffmann.de/

Aktions-Ablauf unter tätiger Mithilfe von: ACM, Hanfverband, Hanfblatt, Grow!, taz, Sylter Rundschau, Polizei Westerland, BfArM, Anwalt W. (inzwischen gefeuert), Steinfeld17-Taschen , encod.at , SCM , Hanfburg-Forum (Thread "Selbstanzeige Hanfplage"), u. v. A. m.

 

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09,45 Uhr in Deutschland. Zeit für ein fettes September-Frühstück in Westerland auf Sylt. Die Zutaten (Karton mit Broschüren, Hanf, Skulpturen und eine feurige Gewürzmischung) stehen schon parat für die kulturell provokante Verköstigung eines nach Informationen hungernden Volkes, das – so krank - jederzeit gesunden könnte Das Taxi wartet schon. Die Skulptur „Death Child at Wounded Knee“ muss natürlich mit. Bloß um auf diese Weise zu dokumentieren, dass es öffentlich geduldete Totschlags-Maßnahmen schon längere Zeit gibt, als „die paar unerledigten Anträge“ auf Medizinal-Cannabis-Genehmigungen einiger kranker Patienten beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Zeit spielt keine Rolle für das BfArM, aber das Taxi wartet...
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Aufbau der Skulpturen am Wilhelmine-Brunnen. Sommerfrisches Urlaubsflair wabert durch die Fußgängerzone.

Motto des Morgens:

 „CANNABIS DENN SÜNDE SEIN? IST ES EIN VERBRECHEN? DÜRFEN KRANKE HANF (GEB)RAUCHEN? GIBT DAS RECHT HER, RECHT ZU BRECHEN?“

 

Skulpturen „TORSO“ (späteres Brandopfer), „Death Child at Wounded Knee“ und „Sadness Part One“ vor ersten, neugierigen Zuschauern. Verwunderung spricht aus den Gesichtern, wieso da wohl diese fette Ausgabe „Harald Körner – Kommentare zum Betäubungsmittel-Gesetz“ liegt...(?) Insgesamt sieht  alles noch recht dürftig aus. Besonders das skeptische Publikum, das ahnungslos und bisher spärlich versammelt an Deutschlands erster (Hanf-) und Kunstverbrennung teilnehmen soll.

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Auslege-Ware als Informationsteppich: Hanfanbau-Literatur en masse. Dazu „Cannabis als Medizin“ von Grotenhermen. Hanf als Wirtschaftsfaktor und Hanf hydroponisch. Dazu rund 120 Hefte „HANFBLATT“, „GROW!“ , „HANF !“ wie stapelweise „ACM-NEWS“ und Aufklärungs-Broschüren vom Deutschen Hanfverband „DHV“.

Im Hintergrund bereiten sich zwei Verrückte von „Tres Locos“ vor.

„Schnirk“ B. (D/NL) und Sergio T. (Venezuela) beim Gitarren-Stimmen für die musikalische Protest-Beilage. Beide sind Sympathisanten und Unterstützer der durchaus mit politischem Anspruch versehenen Kunstverbrennungs-Aktion.

Gegen permanente GLEICHGÜLTIGKEIT und tagtägliche UNGERECHTIGKEIT durch menschentötende Behörden-Willkür.

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Wegstrecke „Sachkunde-Nachweis“.

Erste akustische Gitarren - Töne aus „Brüllwürfeln“.

Um sich in der Öffentlichkeit „politisch korrekt“ zu gebärden, wird „Schnirks“ Komposition „Wo ich bin...“ lediglich akustisch intoniert. In der Longplay - Version.

Menschen-Auflauf. Persönliche Konfrontation aXXL`s mit jener Ausgabe des HANFBLATT, in der seine legendäre Shortstory „ Kleine Geschichte über den Tod durch Kiffen“ veröffentlicht wurde. R. W. huscht freundlich lächelnd durchs Bild. Noch fehlen dem Anwalt die wesentlichen Ausstattungsmerkmale, mit denen er seine Überzeugung öffentlich macht: Handbestickte Robe, rotes Barett, schizoide Anwandlungen.

 

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„Wo ich (politisch korrekt) bin“ – in vollem Gange. Die Informationsschrift „ACM-NEWS“ hat ihr erstes – freiwilliges – Opfer gefunden: Etwa 50 Jahre. Etwas übergewichtig. Etwaig leicht interessiert an den ausführlich im Heft beschriebenen Prozeduren, wie man am besten Hanf rauchen, essen oder gar trinken kann, wenn man krank ist und es braucht. Oder nicht gesund - und es will.

Prospekte verteilen. Miserabel bezahlter Aufklärungsjob. Wenn sich jedoch einer seinen Ideen verschreibt, muss er auch Basis-Arbeit leisten. Ein herzlicher Dank geht daher an wohltätige Sponsoren von DHV, ACM und an weitere Hintergrund-Helfer.

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Enttarnt, enttarnt!: Die Kripo holt sich Info-Material.

“Kindersoldatin im Krieg gegen den Welt-Drogenhandel?”.

Im Hintergrund (Parkbank) ein zweiter ziviler Cop, der sich Stunden später als „Herr Mensch“ outen wird.

Musikalischer Auftakt zur Verbrennung: „Tres Locos“ („Drei Bekloppte“).

Der Bonsai-Hänfling auf der Skulptur TORSO zittert im Wind. Es herrscht Angst, die vor Ort präsente Polizeigewalt könnte frühzeitig eingreifen und dem Ganzen ein Ende bereiten.

Sie hätte es bereits lange Wochen vor der öffentlichen Ankündigung tun müssen, sofern das „LEGALITÄTSPRINZIP“ noch immer rechtlichen Bestand hat.

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Cajon – Drumming vor desinteressierter Kulisse.

“BRENNT HIER DENN IMMER NOCH NICHTS?“

Im Hintergrund (immer noch Parkbank):“Herr Mensch“ und „Praxis – Blondie“ in Lauerstellung. Direkter Handy-Kontakt zur drei Minuten entfernten Polizei-Wache ist wahrscheinlich, um notfalls sofort das KSK, „Kommando Spezialkräfte“, anfordern zu können.

Zweiter Auftritt von Rechtsanwalt R. W.aus Hamburg. Mit rotem Panzerfahrer-Barett auf dem Kopf, weil – wie er richtig anmerkt – „Dies hier ist absolute Kriegszone nach Ronald Reagan“.

Monate später katapultiert W. sich wegen Unfähigkeit aus dem weiteren Verfahren.

cannabis5164.jpg cannabis5173.jpg
Hintergrund-Mitte: Die SYLTER RUNDSCHAU schickt ihren besten Mann, Jörg Christiansen, Redaktionsleiter. Ehrenwerter Journalist, der sich zu Recht gegen die Verquickung von Finanzforderungen und Berichterstattung innerhalb der Medien engagiert. Dafür bekommt er von Anwalt W. weltexklusiv 24 Stunden Vorsprung für die Veröffentlichung der TORSO - Story vor allen anderen Presse-Agenturen

„When the music`s over…”

Bestückung des Cannabis-Bonsai mit Brandbeschleuniger gegen die offenkundige Widersinnigkeit, dass die Hanfprohibition natürliche, menschliche, pflanzliche und ökonomische Ressourcen vernichtet. Grill-Anzünder jedoch sind frei erhältlich und stellen keinen Verstoß gegen das Sprengstoff-Gesetz dar. Natürlich sind die „quergestreiften“ Zuschauer wieder in der Minderzahl, aber immer im Vordergrund, wenn es was zu gaffen gibt.

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Eindeutig heterosexueller Zuschauer, der einen genüsslichen Blick in ganz eindeutige Körperregionen der Skulptur schickt. Lang, nachhaltig, intensiv und beinahe schon feucht.

Der geneigte Beobachter erkennt, dass es sich beim TORSO um geölte Ulme handelt, die eine männliche - wie eine weibliche Körperansicht zeigt.

Erschaffen im „schlimmen Hanfrausch“.

Noch etwas Feuerzeugbenzin. Um die Multis zu ärgern mit Verschwendung von teuren Energievorräten. SHELL, EON, VATTENFALL oder BP.

Manchmal heißen sie auch bloß BfArM und verschwenden ohne Anlass Menschenleben.

Eine derart verachtende Einstellung muss BRENNEN und ist guter Grund für die Aktion.

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Dazu etwas Feuerzeug-Gas aus dem Lande Putin. Dort, wo Tschetschenien gerade so gut brennt und Georgien kurz davor steht. Wo Moldawien getrost mit Aserbaidschan verglichen werden kann. Wo postmoderner Kommunismus zwischen wirtschaftlichen Zwängen, bedenkenlos gelebtem Prosperitätswillen und ungesühnten Mordtaten an kritischen Journalisten zerquetscht wird.

Alte Sponti-Weisheit aus den frühen 70er Jahren: „Was oben gut brennen soll, muss unten gut angesteckt sein“.

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Kaum brennt`s, sind sie alle da.

Stehen rum.

Schauen.

Keiner greift ein.

Niemand, der die Zivil-Courage hat zu fragen: „Was geht hier eigentlich ab? Soll ich die Feuerwehr rufen?

 

 

„Ich brülle vor Schmerzen in Krankheit und Leiden.

Ich kotze seit Jahren und darf nicht vermeiden,

dass Dummheit und Willkür mich langsam verbrennen,

weil  B-FARM- Behördler seit Jahren bloß pennen!“

 

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Eindeutige Vernichtungsspuren in Kunst, an Kunst, auf Kunst.

Wie Schmerzensnarben in, an und auf aXXL`s Seele. Zehntausendfach verstärkt in jenem Moment durch das Elend all derjenigen Kranken, die sich ebenfalls nicht zu helfen wissen, weil sie sich nicht helfen dürfen.

Tun sie es doch, sind sie nach dem Gesetz „Verbrecher“.

Herr Mensch ist aus seinem Parkbankschlaf erwacht.

Zu spät für den Einsatz eines „Kommandos Spezialkräfte“. Die Hanfpflanze brennt bereits und kann nicht mehr als Beweismittel herhalten. Chance verpasst !

Streng nach dem Legalitätsprinzip, welches hier schon wiederholt von sich Reden machte, ohne dass die Polizei gegen das öffentliche Begehen von angekündigten "Straftaten" einschreiten würde.

„Was ist hier eigentlich los? Verstehen WIR Spaß? Da hinten filmt doch einer!“

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Während es „hinten“ immer noch fackelt, werden „vorne“ schon wieder Prospekte verteilt.

Die Ordnungsbehörde der Stadt Westerland ist persönlich mit seinem höchsten Vertreter vor Brandort, um sich anzuschauen, was dort überhaupt an „Kunst- und Protestaktion“ genehmigt worden ist. Sein Fazit:.„Gutes Thema! Gut aufgezogen und präsentiert, Herr aXXL. Nicht die geringsten Beanstandungen. Weitermachen! Prima, prima....“

Nach beendeter Arbeit erst mal eine rauchen.

Nikotin? Cannabis? Blätter von Engelstrompeten? Pfeilfroschgiftsekrete?

Kein Zuschauer – wirklich keiner – hatte den Mut aXXL zu fragen, was er da ungeniert öffentlich inhaliert. Musste auch keiner, denn der Gebrauch von Cannabis ist nicht verboten. Wieso sollte also die medizinische Anwendung strafbewehrt sein?

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Das Lagerfeuer ist fast aus, da sitzen die drei Bekloppten von „Tres Locos“ immer noch am Wasserbecken und machen Straßenmusik. Ganz so, als könnten durch die sanften Töne der Akustiker mehrere Tausende Fische dazu animiert werden, aus dem Gewässer zu springen und das darbende Volk der anwesenden Kranken (inklusive der abweisenden Gesunden) zu speisen.

Anwalt irdischen Rechts und außerirdisch anmutender Ambitionen: R. W. (Mit einer älteren Ausgabe von „Cannabis in Apotheken“.) Als stiller Beobachter und aufmerksamer Verfolger der in schierer Verzweiflung durchgeführten Aktion ist er durchaus zugänglich und willens, die maßgeblichen Interessen seines Berufsstandes und die seiner eigenen Überzeugungen mit denen seines erkrankten Mandanten in Übereinstimmung zu bringen.

Für Geld und Ruhm, wie sich später herausstellt. Nicht für die Gerechtigkeit der Sache.

 

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Kleine Skulptur „Sadness Part One“ neben starken Torso – Ruß-, Brand- und Öl-Spuren.

„Sadness One“ ist eine ultimative Reaktion auf den 11. September 2001.

„Aktivisten der Brandstelle“:

Irene (seit 20 Jahren Hanf gegen HIV und Hepatitis C), R. und aXXL auf dem Weg zur Polizei. Fünf Minunten Fußweg.

Ein unverbrannter Hänfling (in Blüte gegangener Steckling) taucht unversehens auf. Ebenso wie eine große Papiertüte voller Cannabis. Pflanzenbestandteile mit THC-wirkstoffhaltiger „Rausch-Substanz“.

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(Wörtliche Rede)

„Moin, Herr Jo.Mein Name ist Junker. Sie wissen ja, warum wir kommen. Vielen Dank für das Empfangskomitee, aber nehmen sie bitte die Hand von der Waffe. Ich möchte nicht in medizinischer Notwehr aus beamteten Konzentrationsmangel erschossen werden! Das ist übrigens aus Hamburg mein Anwalt, R. W. “

( Wörtliche Rede)

W.: „Moin, Herr Jo. Kennen sie eigentlich schon das Buch „Cannabis in Apotheken“?

Würden sie es vielleicht einmal gratis lesen wollen? Bitte lächeln sie ruhig weiter in die Kamera. Dies hier ist unsere akkreditierte Fotografin, Katja Hoffmann. Profi, wenn sie verstehen, was ich meine...“ (aXXL wendet sich derweil ab und strebt dem Garten zu: Der Erde. Der Natur. Dem Platz an und in der Sonne.)

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„Loch in Erde. Hänfling rin. Pflanzung fertig. Bimmelimmelimm...!“

aXXL`s Alarmsignale kreischen wie Polizei-Sirenen. Aus dem Augenwinkel sieht er die freundliche „Gegenhanfhelferhand“ kommen.

„Hier nicht! Nein! Hören sie auf! Geben sie her! Lassen sie los! WIR haben Hausrecht und deswegen wächst hier KEIN HASCHISCH in unserem Garten!“ Spricht, reißt den Hänfling raus und gibt ihn dem Pflanzer zurück. (Ist das auch schon „Drogenhandel?“ Vielleicht.!? Streng nach den Prinzipien der Legalität ist es das aber wirklich.)

Wie am oberen Bildrand ersichtlich, versucht ein zweiter Empfangs-Kommissar die freie Presse an der freien Ausübung ihres freien Berufes zu hindern, während der erste Beamte aXXL an der freien Ausübung seiner freiwilligen Berufung zu hindern trachtet. Die polizeilichen Attentate auf die Pressefreiheit misslingen: Die Bilder sind im Kasten.

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Da filmt ja wirklich einer. Motto:  “WIR VERSTHEN KEINEN SPASS!“

Veröffentlichung des Streifens bei Youtube ca. Sept 2008.

Dialog oder „Trialog“ vor der Wache um Unabänderlichkeiten. Die Presse darf nicht ins Polizeigebäude. Die Beamten drohen mit Schadensersatz bei Veröffentlichung der K.H.- Bilder und lassen in aller Ruhe den Redakteur der Sylter Rundschau seine eigenen Fotos schießen. Das ist wirklich zum Schießen.

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Noch mal einen Blick in die Papiertüre werfen. Könnte ja etwas leicht „Fernentzündliches“ drin sein. Herr Jo. legt zur Sicherheit wieder die Hand an die Waffe. Gefahr scheint ja heutzutage von jedem einfachen Kotzbeutel zu drohen, wenn schon Westerland Hort von globaler Kriminalität und sichtbarem Verbrechertum ist. Wehret also den Anfängen!

Kurzes Interview mit dem unangetastet gebliebenen Journalisten von der Sylter Rundschau. Noch eben eine Gekurbelte mit Nikotin, Hanf, Engelstrompetenblättern oder pfeillosem Giftfrosch...

Dann ist die Show zu Ende. Hinter aXXL und seinem Anwalt schließt sich die gesicherte Eingangstür zur Polizeiwache. Erinnerungen an einen dunklen Schlund tauchen auf, die sich als gut erinnertes Gedächtnisprotokoll schriftlich erbrechen...

...im Kripo-Büro:

Kommissar Schneider-P. nimmt Anwalt und aXXL in Empfang.

Broschüren liegen herum: „NEIN ZUM HANF!“. Die Flyer sind mit kiffenden Comicstrip-Jamaikanern und tropfenden Drogenspritzen versehen. Propaganda wie Anno 44 aus dem Munde Dr. Goebbels.

Das Zimmer der Ermittler ist vollgestellt mit Bongs, konfiszierten Jammerpflänzchen und Plastiktütchen voller Dope jeder Art im 1 – 3 Gramm-Bereich. Scheinbar sind die Platzkapazitäten der Asservatenkammer in Flensburg zum Bersten ausgeschöpft.

Schneider-P.  benimmt sich besserwisserisch wie ein Großstadtpolizist an der Front zum Weltdrogenhandel.

W. blockt ihn mit der Ankündigung, dass die Polizei jetzt langsam einer Strategie bedürfe, um mit der gesamten Angelegenheit juristisch einwandfrei zu verfahren. Dann schockt er mit der Ansage, dass in aXXL`s Wohnung weitere Medizinal-Pflanzen stünden, für die es jedoch eindeutige, medizinische Besitzgründe gäbe. Man möge überlegen, ob ein richterlicher Beschlagnahme-Beschluss erwirkt werden muss oder soll.

Danach wird Protokoll geschrieben: Der sich selbst Anzeigende macht keine Aussage.

Die Gründe für die Selbstanzeige werden in Internet und Presse veröffentlicht.

Es folgt ein 10-minütiges Fachgespräch mit dem örtlichen Kripo-Chef Iden, der aXXL bereits mehrfach zu verstehen gegeben hat, dass er persönlich kein Interesse daran habe, einem alten, erfahrenen Patienten dessen therapeutisches Heilkraut wegzunehmen.

W. und aXXL verabschieden sich. Sie haben genug.

Auch erfahren.

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(4 Stunden nach Selbstanzeige in aXXL`s Wohnung):

Schneider-P. und W. beim Ausflug in die heimische Botanik. Ehrfürchtig stehen sie angesichts der verbotenen Naturwunder, die bis dato nicht einen einzigen Toten zuwege bringen konnten. Jedoch Krankheiten lindern. „Tja, da kann man nichts machen“, windet sich Schneider-P. Im Winden war die Exekutive schon immer gut. Weitere Zivilcops stehen Schlange, um sich ebenfalls zu winden (Mensch und Blondie).

Zwei Pflanzen in einem Topf, aber nicht aus Platzmangel. Alles nur, um auf einem knappen Quadratmeter nicht der Anschein zu erwecken, es würde eine riesige Plantage zur „Massensuchtgiftgewinnung“ betrieben. Schneider-P.  vermisst indes Cannabis. Vorerst noch per Zollstock. Aber wer weiß?: Vielleicht wird er bald schon krank werden und darauf angewiesen sein, Schmerzen, Erbrechen oder chronische Entzündungen ohne adäquate Medikation zu ertragen. Ohne die „Gut und billig Cannabis -Lösung“.  Was dann?

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„Kripochef Iden verfasst das Protokoll einer „Sicherstellung ohne richterlichen Beschluss“:

Acht freiwillig herausgegebene Cannabispflanzen zur Wirkstoff-Bestimmung. Rückgabe erbeten. Dauer der Wirkstoff - Bestimmung bei fachgerechter Handhabung einer dafür notwendigen „gaschromatographischen Analyse“: 60 Minuten. Dauer des Kidnappings schmerz- und entzündungslindernden Substanzen zum Zeitpunkt dieser Fotostory-Erstellung: 60 Tage.

Nennt sich in ordentlichem Juristendeutsch „VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT“ .

Herr Mensch darf  Verantwortung tragen.

Großartiger Job mit Pensionsanspruch.

Nicht denken – handeln!

Nicht glauben – reagieren!

Nicht wissen - tun wie befohlen!

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„Blondie“ darf schwer am Gras-Topf des eigenen Gewissens schleppen. Sie glaubt noch. Statt zu denken. Ähnlich wie bloß knapp 37% Prozent der deutschen Bevölkerung glauben, dieses „Teufelzeug“ Gras müsse vernichtet werden.

63 % denken - laut Allensbach-Umfrage - es solle zu medizinischen Zwecken zugelassen werden.

Cannabis-Medizin und wissenschaftliche Erkenntnisse hinter Gittern.

Beschützt von der Exekutive.

Für die Durchsetzung der Legislative.

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Ich hab keine Angst.

Allerhöchstens vorm Sterben.

Der Schmerzen sind es bislang schon mehr als genug.

Beamter wird niemand, um Mörder zu werden.

Man schafft nicht Behörden, die Kranken Verderben

und Verlust an Vertrauen für ewig vererben.

Ich rauch mir mein Kraut, weil’s Gutes mir tut.

 
   
   
   

© aXXL

Nachtrag:

Im August 2007 ist Axel Junker vom Amtsgericht Niebüll zu einer Haftstrafe von einem Jahr ohne Bewährung verurteilt worden.

Die medizinische Indikation von Cannabis gegen die vorliegenden Krankheitssymptomatiken von Hepatitis C, Opiat-Abhängigkeit, Schmerzzuständen aufgrund eines bereits operierten Bandscheibenvorfalls fand zwar Anerkennung, dennoch argumentierte das Gericht, der Angeklagte sei zu verurteilen, weil er das im Verlaufe der Aktion TORSO beschlagnahmte Cannabis NICHT zu medizinschen Zwecken angebaut habe, sondern einzig um es der Polizei zur Einziehung und Unterstreichung seiner Selbstanzeige auszuhändigen. Ausserdem sei seine künftige Sozialprognose schlecht, weil zu erwarten steht, dass er auch künftig Cannabis aus nicht medizinschen Gründen nehmen wird.

Die Berufungsverhandlung ist zwischenzeitlich auf den 25. September 2008 beim Landgericht Flensburg anberaumt worden.

Das Ende von Junkers aktuell durchgeführter zweiter Interferon-Therapie zur Eliminierung seiner Viruslast (mit ihren schweren körperlichen Nebenwirkungen) ist allerdings laut ärztlicher Planung erst für einen Zeitpunkt zwischen dem 30. September und dem 23. Dezember 2008 vorgesehen.

Im März 2008 ist aXXL zusammen mit den Musikern der Formation "Jon Jon and the Poco Loco Band" im Rahmen eines musikalischen Förderwettbewerbs auf Sylt Gewinner und Preisträger des REINHARD MEY-Sonderpreises für den besten deutschen Lied-Text geworden. Mehr dazu auf der (vorläufigen) Web-Site von

www.pocoloco-sylt.de

Nachtrag:  Im März 2009 wurde die einjährige Haftstrafe gegen Axel Junker vom Landgericht Flensburg zur Bewährung ausgesetzt. Die Kosten für das Berufungsverfahren übernimmt die Staatskasse, dennoch mussten im Verlaufe des gesamten Verfahrens (einschließlich Antrag nach § 3 BtMG beim BfArM) bis dato 9000 € an Anwalts-Kosten berappt werden. Im Juni 2009 stellte sich heraus, dass die zweite Interferon-Therapie gegen den Hepatitis C-Virus erfolgreich war und Junker diesbezüglich als "geheilt" betrachtet werden darf. Im Zuge der "klimatischen Veränderungen" beim BfArM und der inzwischen gehandhabten Praxis Ausnahmegenehmigungen für ärztlich begleitete Selbsttherapien mit (natürlichem) Cannabis zu erteilen, hat aXXL einen erneuten Antrag beim BfArM gestellt und erwartet bis zum Jahresende eine Antwort auf sein Begehr.  

 

 

 

 

 

 

 

Aktion TORSO, SYLT(z), BRD, Sept. 2006 Kunstverbrennung, Selbstanzeige - Selbstverbrennung, Kunstanzeige

"Cannabis als Medizin"

Eine unendlich platte PROVINZ-SOAP aus dem höchsten Norden Deutschlands

Fotos von http://www.katjahoffmann.de/

Aktions-Ablauf unter tätiger Mithilfe von: ACM, Hanfverband, Hanfblatt, Grow!, taz, Sylter Rundschau, Polizei Westerland, BfArM, Anwalt W. (inzwischen gefeuert), Steinfeld17-Taschen , encod.at , SCM , Hanfburg-Forum (Thread "Selbstanzeige Hanfplage"), u. v. A. m.

 

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09,45 Uhr in Deutschland. Zeit für ein fettes September-Frühstück in Westerland auf Sylt. Die Zutaten (Karton mit Broschüren, Hanf, Skulpturen und eine feurige Gewürzmischung) stehen schon parat für die kulturell provokante Verköstigung eines nach Informationen hungernden Volkes, das – so krank - jederzeit gesunden könnte Das Taxi wartet schon. Die Skulptur „Death Child at Wounded Knee“ muss natürlich mit. Bloß um auf diese Weise zu dokumentieren, dass es öffentlich geduldete Totschlags-Maßnahmen schon längere Zeit gibt, als „die paar unerledigten Anträge“ auf Medizinal-Cannabis-Genehmigungen einiger kranker Patienten beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Zeit spielt keine Rolle für das BfArM, aber das Taxi wartet...
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Aufbau der Skulpturen am Wilhelmine-Brunnen. Sommerfrisches Urlaubsflair wabert durch die Fußgängerzone.

Motto des Morgens:

 „CANNABIS DENN SÜNDE SEIN? IST ES EIN VERBRECHEN? DÜRFEN KRANKE HANF (GEB)RAUCHEN? GIBT DAS RECHT HER, RECHT ZU BRECHEN?“

 

Skulpturen „TORSO“ (späteres Brandopfer), „Death Child at Wounded Knee“ und „Sadness Part One“ vor ersten, neugierigen Zuschauern. Verwunderung spricht aus den Gesichtern, wieso da wohl diese fette Ausgabe „Harald Körner – Kommentare zum Betäubungsmittel-Gesetz“ liegt...(?) Insgesamt sieht  alles noch recht dürftig aus. Besonders das skeptische Publikum, das ahnungslos und bisher spärlich versammelt an Deutschlands erster (Hanf-) und Kunstverbrennung teilnehmen soll.

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Auslege-Ware als Informationsteppich: Hanfanbau-Literatur en masse. Dazu „Cannabis als Medizin“ von Grotenhermen. Hanf als Wirtschaftsfaktor und Hanf hydroponisch. Dazu rund 120 Hefte „HANFBLATT“, „GROW!“ , „HANF !“ wie stapelweise „ACM-NEWS“ und Aufklärungs-Broschüren vom Deutschen Hanfverband „DHV“.

Im Hintergrund bereiten sich zwei Verrückte von „Tres Locos“ vor.

„Schnirk“ B. (D/NL) und Sergio T. (Venezuela) beim Gitarren-Stimmen für die musikalische Protest-Beilage. Beide sind Sympathisanten und Unterstützer der durchaus mit politischem Anspruch versehenen Kunstverbrennungs-Aktion.

Gegen permanente GLEICHGÜLTIGKEIT und tagtägliche UNGERECHTIGKEIT durch menschentötende Behörden-Willkür.

cannabis5107.jpg cannabis5118.jpg

Wegstrecke „Sachkunde-Nachweis“.

Erste akustische Gitarren - Töne aus „Brüllwürfeln“.

Um sich in der Öffentlichkeit „politisch korrekt“ zu gebärden, wird „Schnirks“ Komposition „Wo ich bin...“ lediglich akustisch intoniert. In der Longplay - Version.

Menschen-Auflauf. Persönliche Konfrontation aXXL`s mit jener Ausgabe des HANFBLATT, in der seine legendäre Shortstory „ Kleine Geschichte über den Tod durch Kiffen“ veröffentlicht wurde. R. W. huscht freundlich lächelnd durchs Bild. Noch fehlen dem Anwalt die wesentlichen Ausstattungsmerkmale, mit denen er seine Überzeugung öffentlich macht: Handbestickte Robe, rotes Barett, schizoide Anwandlungen.

 

cannabis5124.jpg cannabis5130.jpg

„Wo ich (politisch korrekt) bin“ – in vollem Gange. Die Informationsschrift „ACM-NEWS“ hat ihr erstes – freiwilliges – Opfer gefunden: Etwa 50 Jahre. Etwas übergewichtig. Etwaig leicht interessiert an den ausführlich im Heft beschriebenen Prozeduren, wie man am besten Hanf rauchen, essen oder gar trinken kann, wenn man krank ist und es braucht. Oder nicht gesund - und es will.

Prospekte verteilen. Miserabel bezahlter Aufklärungsjob. Wenn sich jedoch einer seinen Ideen verschreibt, muss er auch Basis-Arbeit leisten. Ein herzlicher Dank geht daher an wohltätige Sponsoren von DHV, ACM und an weitere Hintergrund-Helfer.

cannabis5131.jpg cannabis5138.jpg

Enttarnt, enttarnt!: Die Kripo holt sich Info-Material.

“Kindersoldatin im Krieg gegen den Welt-Drogenhandel?”.

Im Hintergrund (Parkbank) ein zweiter ziviler Cop, der sich Stunden später als „Herr Mensch“ outen wird.

Musikalischer Auftakt zur Verbrennung: „Tres Locos“ („Drei Bekloppte“).

Der Bonsai-Hänfling auf der Skulptur TORSO zittert im Wind. Es herrscht Angst, die vor Ort präsente Polizeigewalt könnte frühzeitig eingreifen und dem Ganzen ein Ende bereiten.

Sie hätte es bereits lange Wochen vor der öffentlichen Ankündigung tun müssen, sofern das „LEGALITÄTSPRINZIP“ noch immer rechtlichen Bestand hat.

cannabis5144.jpg cannabis5161.jpg

Cajon – Drumming vor desinteressierter Kulisse.

“BRENNT HIER DENN IMMER NOCH NICHTS?“

Im Hintergrund (immer noch Parkbank):“Herr Mensch“ und „Praxis – Blondie“ in Lauerstellung. Direkter Handy-Kontakt zur drei Minuten entfernten Polizei-Wache ist wahrscheinlich, um notfalls sofort das KSK, „Kommando Spezialkräfte“, anfordern zu können.

Zweiter Auftritt von Rechtsanwalt R. W.aus Hamburg. Mit rotem Panzerfahrer-Barett auf dem Kopf, weil – wie er richtig anmerkt – „Dies hier ist absolute Kriegszone nach Ronald Reagan“.

Monate später katapultiert W. sich wegen Unfähigkeit aus dem weiteren Verfahren.

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Hintergrund-Mitte: Die SYLTER RUNDSCHAU schickt ihren besten Mann, Jörg Christiansen, Redaktionsleiter. Ehrenwerter Journalist, der sich zu Recht gegen die Verquickung von Finanzforderungen und Berichterstattung innerhalb der Medien engagiert. Dafür bekommt er von Anwalt W. weltexklusiv 24 Stunden Vorsprung für die Veröffentlichung der TORSO - Story vor allen anderen Presse-Agenturen

„When the music`s over…”

Bestückung des Cannabis-Bonsai mit Brandbeschleuniger gegen die offenkundige Widersinnigkeit, dass die Hanfprohibition natürliche, menschliche, pflanzliche und ökonomische Ressourcen vernichtet. Grill-Anzünder jedoch sind frei erhältlich und stellen keinen Verstoß gegen das Sprengstoff-Gesetz dar. Natürlich sind die „quergestreiften“ Zuschauer wieder in der Minderzahl, aber immer im Vordergrund, wenn es was zu gaffen gibt.

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Eindeutig heterosexueller Zuschauer, der einen genüsslichen Blick in ganz eindeutige Körperregionen der Skulptur schickt. Lang, nachhaltig, intensiv und beinahe schon feucht.

Der geneigte Beobachter erkennt, dass es sich beim TORSO um geölte Ulme handelt, die eine männliche - wie eine weibliche Körperansicht zeigt.

Erschaffen im „schlimmen Hanfrausch“.

Noch etwas Feuerzeugbenzin. Um die Multis zu ärgern mit Verschwendung von teuren Energievorräten. SHELL, EON, VATTENFALL oder BP.

Manchmal heißen sie auch bloß BfArM und verschwenden ohne Anlass Menschenleben.

Eine derart verachtende Einstellung muss BRENNEN und ist guter Grund für die Aktion.

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Dazu etwas Feuerzeug-Gas aus dem Lande Putin. Dort, wo Tschetschenien gerade so gut brennt und Georgien kurz davor steht. Wo Moldawien getrost mit Aserbaidschan verglichen werden kann. Wo postmoderner Kommunismus zwischen wirtschaftlichen Zwängen, bedenkenlos gelebtem Prosperitätswillen und ungesühnten Mordtaten an kritischen Journalisten zerquetscht wird.

Alte Sponti-Weisheit aus den frühen 70er Jahren: „Was oben gut brennen soll, muss unten gut angesteckt sein“.

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Kaum brennt`s, sind sie alle da.

Stehen rum.

Schauen.

Keiner greift ein.

Niemand, der die Zivil-Courage hat zu fragen: „Was geht hier eigentlich ab? Soll ich die Feuerwehr rufen?

 

 

„Ich brülle vor Schmerzen in Krankheit und Leiden.

Ich kotze seit Jahren und darf nicht vermeiden,

dass Dummheit und Willkür mich langsam verbrennen,

weil  B-FARM- Behördler seit Jahren bloß pennen!“

 

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Eindeutige Vernichtungsspuren in Kunst, an Kunst, auf Kunst.

Wie Schmerzensnarben in, an und auf aXXL`s Seele. Zehntausendfach verstärkt in jenem Moment durch das Elend all derjenigen Kranken, die sich ebenfalls nicht zu helfen wissen, weil sie sich nicht helfen dürfen.

Tun sie es doch, sind sie nach dem Gesetz „Verbrecher“.

Herr Mensch ist aus seinem Parkbankschlaf erwacht.

Zu spät für den Einsatz eines „Kommandos Spezialkräfte“. Die Hanfpflanze brennt bereits und kann nicht mehr als Beweismittel herhalten. Chance verpasst !

Streng nach dem Legalitätsprinzip, welches hier schon wiederholt von sich Reden machte, ohne dass die Polizei gegen das öffentliche Begehen von angekündigten "Straftaten" einschreiten würde.

„Was ist hier eigentlich los? Verstehen WIR Spaß? Da hinten filmt doch einer!“

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Während es „hinten“ immer noch fackelt, werden „vorne“ schon wieder Prospekte verteilt.

Die Ordnungsbehörde der Stadt Westerland ist persönlich mit seinem höchsten Vertreter vor Brandort, um sich anzuschauen, was dort überhaupt an „Kunst- und Protestaktion“ genehmigt worden ist. Sein Fazit:.„Gutes Thema! Gut aufgezogen und präsentiert, Herr aXXL. Nicht die geringsten Beanstandungen. Weitermachen! Prima, prima....“

Nach beendeter Arbeit erst mal eine rauchen.

Nikotin? Cannabis? Blätter von Engelstrompeten? Pfeilfroschgiftsekrete?

Kein Zuschauer – wirklich keiner – hatte den Mut aXXL zu fragen, was er da ungeniert öffentlich inhaliert. Musste auch keiner, denn der Gebrauch von Cannabis ist nicht verboten. Wieso sollte also die medizinische Anwendung strafbewehrt sein?

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Das Lagerfeuer ist fast aus, da sitzen die drei Bekloppten von „Tres Locos“ immer noch am Wasserbecken und machen Straßenmusik. Ganz so, als könnten durch die sanften Töne der Akustiker mehrere Tausende Fische dazu animiert werden, aus dem Gewässer zu springen und das darbende Volk der anwesenden Kranken (inklusive der abweisenden Gesunden) zu speisen.

Anwalt irdischen Rechts und außerirdisch anmutender Ambitionen: R. W. (Mit einer älteren Ausgabe von „Cannabis in Apotheken“.) Als stiller Beobachter und aufmerksamer Verfolger der in schierer Verzweiflung durchgeführten Aktion ist er durchaus zugänglich und willens, die maßgeblichen Interessen seines Berufsstandes und die seiner eigenen Überzeugungen mit denen seines erkrankten Mandanten in Übereinstimmung zu bringen.

Für Geld und Ruhm, wie sich später herausstellt. Nicht für die Gerechtigkeit der Sache.

 

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Kleine Skulptur „Sadness Part One“ neben starken Torso – Ruß-, Brand- und Öl-Spuren.

„Sadness One“ ist eine ultimative Reaktion auf den 11. September 2001.

„Aktivisten der Brandstelle“:

Irene (seit 20 Jahren Hanf gegen HIV und Hepatitis C), R. und aXXL auf dem Weg zur Polizei. Fünf Minunten Fußweg.

Ein unverbrannter Hänfling (in Blüte gegangener Steckling) taucht unversehens auf. Ebenso wie eine große Papiertüte voller Cannabis. Pflanzenbestandteile mit THC-wirkstoffhaltiger „Rausch-Substanz“.

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(Wörtliche Rede)

„Moin, Herr Jo.Mein Name ist Junker. Sie wissen ja, warum wir kommen. Vielen Dank für das Empfangskomitee, aber nehmen sie bitte die Hand von der Waffe. Ich möchte nicht in medizinischer Notwehr aus beamteten Konzentrationsmangel erschossen werden! Das ist übrigens aus Hamburg mein Anwalt, R. W. “

( Wörtliche Rede)

W.: „Moin, Herr Jo. Kennen sie eigentlich schon das Buch „Cannabis in Apotheken“?

Würden sie es vielleicht einmal gratis lesen wollen? Bitte lächeln sie ruhig weiter in die Kamera. Dies hier ist unsere akkreditierte Fotografin, Katja Hoffmann. Profi, wenn sie verstehen, was ich meine...“ (aXXL wendet sich derweil ab und strebt dem Garten zu: Der Erde. Der Natur. Dem Platz an und in der Sonne.)

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„Loch in Erde. Hänfling rin. Pflanzung fertig. Bimmelimmelimm...!“

aXXL`s Alarmsignale kreischen wie Polizei-Sirenen. Aus dem Augenwinkel sieht er die freundliche „Gegenhanfhelferhand“ kommen.

„Hier nicht! Nein! Hören sie auf! Geben sie her! Lassen sie los! WIR haben Hausrecht und deswegen wächst hier KEIN HASCHISCH in unserem Garten!“ Spricht, reißt den Hänfling raus und gibt ihn dem Pflanzer zurück. (Ist das auch schon „Drogenhandel?“ Vielleicht.!? Streng nach den Prinzipien der Legalität ist es das aber wirklich.)

Wie am oberen Bildrand ersichtlich, versucht ein zweiter Empfangs-Kommissar die freie Presse an der freien Ausübung ihres freien Berufes zu hindern, während der erste Beamte aXXL an der freien Ausübung seiner freiwilligen Berufung zu hindern trachtet. Die polizeilichen Attentate auf die Pressefreiheit misslingen: Die Bilder sind im Kasten.

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Da filmt ja wirklich einer. Motto:  “WIR VERSTHEN KEINEN SPASS!“

Veröffentlichung des Streifens bei Youtube ca. Sept 2008.

Dialog oder „Trialog“ vor der Wache um Unabänderlichkeiten. Die Presse darf nicht ins Polizeigebäude. Die Beamten drohen mit Schadensersatz bei Veröffentlichung der K.H.- Bilder und lassen in aller Ruhe den Redakteur der Sylter Rundschau seine eigenen Fotos schießen. Das ist wirklich zum Schießen.

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Noch mal einen Blick in die Papiertüre werfen. Könnte ja etwas leicht „Fernentzündliches“ drin sein. Herr Jo. legt zur Sicherheit wieder die Hand an die Waffe. Gefahr scheint ja heutzutage von jedem einfachen Kotzbeutel zu drohen, wenn schon Westerland Hort von globaler Kriminalität und sichtbarem Verbrechertum ist. Wehret also den Anfängen!

Kurzes Interview mit dem unangetastet gebliebenen Journalisten von der Sylter Rundschau. Noch eben eine Gekurbelte mit Nikotin, Hanf, Engelstrompetenblättern oder pfeillosem Giftfrosch...

Dann ist die Show zu Ende. Hinter aXXL und seinem Anwalt schließt sich die gesicherte Eingangstür zur Polizeiwache. Erinnerungen an einen dunklen Schlund tauchen auf, die sich als gut erinnertes Gedächtnisprotokoll schriftlich erbrechen...

...im Kripo-Büro:

Kommissar Schneider-P. nimmt Anwalt und aXXL in Empfang.

Broschüren liegen herum: „NEIN ZUM HANF!“. Die Flyer sind mit kiffenden Comicstrip-Jamaikanern und tropfenden Drogenspritzen versehen. Propaganda wie Anno 44 aus dem Munde Dr. Goebbels.

Das Zimmer der Ermittler ist vollgestellt mit Bongs, konfiszierten Jammerpflänzchen und Plastiktütchen voller Dope jeder Art im 1 – 3 Gramm-Bereich. Scheinbar sind die Platzkapazitäten der Asservatenkammer in Flensburg zum Bersten ausgeschöpft.

Schneider-P.  benimmt sich besserwisserisch wie ein Großstadtpolizist an der Front zum Weltdrogenhandel.

W. blockt ihn mit der Ankündigung, dass die Polizei jetzt langsam einer Strategie bedürfe, um mit der gesamten Angelegenheit juristisch einwandfrei zu verfahren. Dann schockt er mit der Ansage, dass in aXXL`s Wohnung weitere Medizinal-Pflanzen stünden, für die es jedoch eindeutige, medizinische Besitzgründe gäbe. Man möge überlegen, ob ein richterlicher Beschlagnahme-Beschluss erwirkt werden muss oder soll.

Danach wird Protokoll geschrieben: Der sich selbst Anzeigende macht keine Aussage.

Die Gründe für die Selbstanzeige werden in Internet und Presse veröffentlicht.

Es folgt ein 10-minütiges Fachgespräch mit dem örtlichen Kripo-Chef Iden, der aXXL bereits mehrfach zu verstehen gegeben hat, dass er persönlich kein Interesse daran habe, einem alten, erfahrenen Patienten dessen therapeutisches Heilkraut wegzunehmen.

W. und aXXL verabschieden sich. Sie haben genug.

Auch erfahren.

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(4 Stunden nach Selbstanzeige in aXXL`s Wohnung):

Schneider-P. und W. beim Ausflug in die heimische Botanik. Ehrfürchtig stehen sie angesichts der verbotenen Naturwunder, die bis dato nicht einen einzigen Toten zuwege bringen konnten. Jedoch Krankheiten lindern. „Tja, da kann man nichts machen“, windet sich Schneider-P. Im Winden war die Exekutive schon immer gut. Weitere Zivilcops stehen Schlange, um sich ebenfalls zu winden (Mensch und Blondie).

Zwei Pflanzen in einem Topf, aber nicht aus Platzmangel. Alles nur, um auf einem knappen Quadratmeter nicht der Anschein zu erwecken, es würde eine riesige Plantage zur „Massensuchtgiftgewinnung“ betrieben. Schneider-P.  vermisst indes Cannabis. Vorerst noch per Zollstock. Aber wer weiß?: Vielleicht wird er bald schon krank werden und darauf angewiesen sein, Schmerzen, Erbrechen oder chronische Entzündungen ohne adäquate Medikation zu ertragen. Ohne die „Gut und billig Cannabis -Lösung“.  Was dann?

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„Kripochef Iden verfasst das Protokoll einer „Sicherstellung ohne richterlichen Beschluss“:

Acht freiwillig herausgegebene Cannabispflanzen zur Wirkstoff-Bestimmung. Rückgabe erbeten. Dauer der Wirkstoff - Bestimmung bei fachgerechter Handhabung einer dafür notwendigen „gaschromatographischen Analyse“: 60 Minuten. Dauer des Kidnappings schmerz- und entzündungslindernden Substanzen zum Zeitpunkt dieser Fotostory-Erstellung: 60 Tage.

Nennt sich in ordentlichem Juristendeutsch „VERHÄLTNISMÄSSIGKEIT“ .

Herr Mensch darf  Verantwortung tragen.

Großartiger Job mit Pensionsanspruch.

Nicht denken – handeln!

Nicht glauben – reagieren!

Nicht wissen - tun wie befohlen!

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„Blondie“ darf schwer am Gras-Topf des eigenen Gewissens schleppen. Sie glaubt noch. Statt zu denken. Ähnlich wie bloß knapp 37% Prozent der deutschen Bevölkerung glauben, dieses „Teufelzeug“ Gras müsse vernichtet werden.

63 % denken - laut Allensbach-Umfrage - es solle zu medizinischen Zwecken zugelassen werden.

Cannabis-Medizin und wissenschaftliche Erkenntnisse hinter Gittern.

Beschützt von der Exekutive.

Für die Durchsetzung der Legislative.

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Ich hab keine Angst.

Allerhöchstens vorm Sterben.

Der Schmerzen sind es bislang schon mehr als genug.

Beamter wird niemand, um Mörder zu werden.

Man schafft nicht Behörden, die Kranken Verderben

und Verlust an Vertrauen für ewig vererben.

Ich rauch mir mein Kraut, weil’s Gutes mir tut.

 
   
   
   

© aXXL

Nachtrag:

Im August 2007 ist Axel Junker vom Amtsgericht Niebüll zu einer Haftstrafe von einem Jahr ohne Bewährung verurteilt worden.

Die medizinische Indikation von Cannabis gegen die vorliegenden Krankheitssymptomatiken von Hepatitis C, Opiat-Abhängigkeit, Schmerzzuständen aufgrund eines bereits operierten Bandscheibenvorfalls fand zwar Anerkennung, dennoch argumentierte das Gericht, der Angeklagte sei zu verurteilen, weil er das im Verlaufe der Aktion TORSO beschlagnahmte Cannabis NICHT zu medizinschen Zwecken angebaut habe, sondern einzig um es der Polizei zur Einziehung und Unterstreichung seiner Selbstanzeige auszuhändigen. Ausserdem sei seine künftige Sozialprognose schlecht, weil zu erwarten steht, dass er auch künftig Cannabis aus nicht medizinschen Gründen nehmen wird.

Die Berufungsverhandlung ist zwischenzeitlich auf den 25. September 2008 beim Landgericht Flensburg anberaumt worden.

Das Ende von Junkers aktuell durchgeführter zweiter Interferon-Therapie zur Eliminierung seiner Viruslast (mit ihren schweren körperlichen Nebenwirkungen) ist allerdings laut ärztlicher Planung erst für einen Zeitpunkt zwischen dem 30. September und dem 23. Dezember 2008 vorgesehen.

Im März 2008 ist aXXL zusammen mit den Musikern der Formation "Jon Jon and the Poco Loco Band" im Rahmen eines musikalischen Förderwettbewerbs auf Sylt Gewinner und Preisträger des REINHARD MEY-Sonderpreises für den besten deutschen Lied-Text geworden. Mehr dazu auf der (vorläufigen) Web-Site von

www.pocoloco-sylt.de

Nachtrag:  Im März 2009 wurde die einjährige Haftstrafe gegen Axel Junker vom Landgericht Flensburg zur Bewährung ausgesetzt. Die Kosten für das Berufungsverfahren übernimmt die Staatskasse, dennoch mussten im Verlaufe des gesamten Verfahrens (einschließlich Antrag nach § 3 BtMG beim BfArM) bis dato 9000 € an Anwalts-Kosten berappt werden. Im Juni 2009 stellte sich heraus, dass die zweite Interferon-Therapie gegen den Hepatitis C-Virus erfolgreich war und Junker diesbezüglich als "geheilt" betrachtet werden darf. Im Zuge der "klimatischen Veränderungen" beim BfArM und der inzwischen gehandhabten Praxis Ausnahmegenehmigungen für ärztlich begleitete Selbsttherapien mit (natürlichem) Cannabis zu erteilen, hat aXXL einen erneuten Antrag beim BfArM gestellt und erwartet bis zum Jahresende eine Antwort auf sein Begehr.  

 

 

 

 

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