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Dienstag, 07. Februar 2012

Der Nachrichten Blog:

Willkommen beim Nachrichten Blog von Encod Österreich. Hier wird alles wichtige rund um den Hanf gebloggt.

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Feb12

Erstellt von:ENCOD
12.02.2010 

Medizinal-Cannabis-Blüten“steht auf dem Döschen, der Inhalt ist aus den Niederlanden importiert. Vor genau einem Jahr haben erstmals in Deutschland Apotheken Marihuana als Medikament ausgegeben. Die Bundesopiumstelle hatte sieben Patienten, denen andere Medikamente nicht halfen, eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Nach aufwändigen Genehmigungsverfahren durften sie ab Februar das schmerzlindernde Kraut legal bei ihrem Apotheker beziehen. Inzwischen sind es 21 Patienten, die mit ihrem Antrag in Bonn bei der Bundesopiumstelle erfolgreich waren. Drei von ihnen kommen aus Unterfranken.

„Medizinal-Cannabis-Blüten“steht auf dem Döschen, der Inhalt ist aus den Niederlanden importiert. Vor genau einem Jahr haben erstmals in Deutschland Apotheken Marihuana als Medikament ausgegeben. Die Bundesopiumstelle hatte sieben Patienten, denen andere Medikamente nicht halfen, eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Nach aufwändigen Genehmigungsverfahren durften sie ab Februar das schmerzlindernde Kraut legal bei ihrem Apotheker beziehen. Inzwischen sind es 21 Patienten, die mit ihrem Antrag in Bonn bei der Bundesopiumstelle erfolgreich waren. Drei von ihnen kommen aus Unterfranken.

Ein 45-jähriger Würzburger konnte kurz vor Weihnachten zum ersten Mal ein Döschen Blüten in seiner Apotheke holen. Ein Verkehrsunfall vor acht Jahren hatte den gelernten Maschinenbauer zum Invaliden gemacht. „Von oben bis unten“ war er damals von den Ärzten „zusammengeschraubt worden“. Gegen die Rückenschmerzen, die seitdem nicht mehr aufhören, bekam der Würzburger die üblichen Schulmedizin-Mittel verschrieben. Doch die Nebenwirkungen waren zu stark, zu den Schmerzen kamen Magenprobleme.

Vor sechs Jahren setzte der Würzburger die Medikamente ab und begann sich selbst zu therapieren. Mit Cannabis-Kraut. Statt Schmerzmittel und Schlaftabletten zu schlucken nimmt er abends, kurz vor dem Zubettgehen, den Verdampfer und inhaliert die Hanfblüten. „Das löst die Verspannungen in den Beinen, hilft beim Einschlafen und ich kann morgens relativ schmerzfrei aufstehen.“

Fünf Gramm Cannabis-Blüten enthält eine Dose, 72 Euro zahlt der Würzburger dafür. Seine Hausärztin half beim Genehmigungsverfahren und bestätigte die positive Wirkung des Cannabis, das sonst als Droge verrufen ist. „Hanf sollte in der Apotheke neben den anderen Schmerzmitteln stehen und bei medizinischen Indikationen zumindest eine Option sein“, sagt der 45-Jährige, der sich im Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin engagiert und gegen Vorurteile ankämpft: „Es ist ein Drama, was durch Unkenntnis aus dieser Pflanze mit ihrem Potenzial gemacht wird.“

Auch wenn er sein Kraut jetzt nicht mehr illegal inhaliert, ist das Gefühl etwas Unerlaubtes, Kriminelles zu tun, nicht ganz verschwunden: „Die Angst, diffamiert und denunziert zu werden, ist nach wie vor da“, sagt der Würzburger, der seinen Namen deshalb lieber nicht in der Zeitung lesen möchte.

Der synthetisch hergestellte, teure Cannabis-Wirkstoff Dronabinol, den Ärzte seit zwölf Jahren verschreiben dürfen, habe „nichts gebracht, nicht geholfen“, sagt der Würzburger Schmerzpatient. Deshalb der Antrag für die Blüten. „Dronabinol enthält nur den Hauptwirkstoff, natürliches Cannabis über 60 verschiedene Cannabinoide“, sagt der Bad Kissinger Clemens Frank. Der querschnittsgelähmte Rollstuhlfahrer und Krebspatient hatte selbst einige Zeit lang Dronabinol eingenommen – bis die Krankenkasse nicht mehr zahlte.

Joint gegen Spastiken

Nach Jahren der selbstverordneten Therapie mit dem verbotenen Kraut bekam Frank im vergangenen Sommer als erster Antragsteller aus Unterfranken die Erlaubnis zum schmerzstillenden Joint gegen seine Schmerzen und Spastiken. 20 Gramm Blüten sind ihm pro Monat genehmigt. „Ein enormer Gewinn an Lebensqualität“, sagt der 43-Jährige. Er komme mit einem einem Tütchen am Tag aus. „Bei schlechtem Wetter müssen es auch zwei oder drei sein.“

45 offene Anträge in Sachen Cannabis-Erlaubnis liegen derzeit bei der Bundesopiumstelle vor. Multiple Sklerose, Tourette-Syndrom und chronische Schmerzen oder Schmerzen bei Krebserkrankungen sind die häufigsten Gründe für eine Genehmigung, sagt Dr. Ansgar Schulte vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, zu dem die Bundesopiumstelle gehört. Bei Krebspatienten kann Cannabis Übelkeit und Appetitlosigkeit lindern. Eine Erfahrung, die auch Clemens Frank machte: „Mit Cannabis hatte ich während der Chemo bedeutend bessere Erfolge gegen die Übelkeit als mit den herkömmlichen Chemiekeulen.“

Gleich wogegen das Kraut helfen soll – in jedem einzelnen Fall müssen die Ärzte bestätigen, dass alle anderen Therapien ausgeschöpft sind. Die erste Genehmigung für Cannabis auf Rezept hatte die Bundesopiumstelle übrigens im Sommer 2007 ausgestellt. Jahrelang hatte die Behörde Anträge pauschal abgewiesen – weil Sondergenehmigungen nur für wissenschaftliche oder „im öffentlichen Interesse liegende“ Zwecke erteilt würden.

Extrakt genehmigt

Auch die Gesundheit von Einzelnen sei ein öffentliches Interesse, entschied dann das Bundesverwaltungsgericht – und verordnete Einzelfallprüfungen. Eine 51-jährige Multiple-Sklerose-Patientin war schließlich die Erste, die das krampflösende Cannabis als Extrakt aus der Apotheke beziehen durfte. Inzwischen sind es bundesweit 17 Patienten, die Cannabis-Extrakt als Medizin verwenden dürfen, heißt es bei der Bundesopiumstelle.

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[Quelle:] http://www.mainpost.de/lokales/franken/Cannabis-im-Arzneischraenkchen-Hanf-Erlaubnis-fuer-drei-Unterfranken;art1727,5461980

Guter Artikel, viel besser als was in mancher großen Zeitung geschrieben wird.

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Derzeit 4 Kommentare

Amsterdams Bürgermeister: Legales Haschisch weltweit




Die Niederlande sollen eine "internationale Offensive" für die Liberalisierung des Anbaus und Verkaufs von Marihuana und anderer Softdrogen starten. Damit würde der Kriminalität der Boden entzogen, so der Politiker.

Der Bürgermeister von Amsterdam hat sich für eine weltweite Liberalisierung des Anbaus und Verkaufs von Marihuana und anderen Softdrogen ausgesprochen. Nur so könne die mit dem illegalen Drogenhandel verbundene Kriminalität wirksam bekämpft werden, erklärte Job Cohen am Donnerstag im Weblog des populären niederländischen TV-Programm "Pauw & Witteman". Er rief die Regierung der Niederlande auf, eine "internationale Offensive" für die Freigabe von weichen Drogen zu starten.

Der sozialdemokratische Politiker kritisierte, dass selbst in den liberalen Niederlanden der Staat beim Umgang mit Softdrogen immer noch halbherzig sei. So werde zwar deren Konsum in mehr als 700 sogenannten Coffeeshops von den Behörden geduldet, jedoch seien Anbau und Vertrieb von Haschisch und Marihuana nach wie vor verboten. Eine derart widersprüchliche "Duldungspolitik" fördere jedoch die Kriminalität rings um die straffrei gestellte Einnahme von Haschisch und ähnlichen leichten Drogen.

"Dieses Problem löst man nicht, indem man Coffeeshops dicht macht", erklärte Cohen (62). Viel mehr müsse es darum gehen, kriminellen Strukturen den Boden zu entziehen, indem der Staat den Anbau und Vertrieb von Haschisch erlaubt und reguliert. "Das würde obendrein die Justiz und die Polizei enorm entlasten." Mittlerweile gebe es auch in den USA und Lateinamerika ähnliche Überlegungen. Die Niederlande sollten eine solche Entwicklung fördern, die man im übrigen auch Deutschland und anderen Staaten der benachbarten Region empfehle, erklärte ein Sprecher des Bürgermeisters auf Anfrage.

Von Kiffer Info am  26.02.2010

DIE EUROPÄISCHE UNION AUF DEM WEG ZUR LEGALISIERUNG



„REPRESSION FUNKTIONIERT NICHT“ (Carel Edwards, Vorsitzender der Drogenkontrolleinheit der Europäischen Kommission, das höchste zivile Amt in der Europäischen Union zu Drogenpolitik) Brüssel, 23. Februar 2010



www.encod.org/info/DIE-EUROPAISCHE-UNION-AUF-DEM-WEG.html


Von Kiffer Info am  26.02.2010

PRESSEKONFERENZ ZUR UNO DROGENKONFERENZ IN WIEN



NCOD organisiert eine Pressekonferenz zur UNO Drogenkonferenz in Wien mit einer Delegation von Bürgern aus aller Welt

Freitag 12 März 2010

Beginn: 10:00 Uhr

Ort: Cafe Landtmann (Löwel Zimmer)

Dr. Karl Lueger Ring 4, 1010 Wien


Vom 8. bis 12. März 2010 wird die UNO Kommission für Drogen in Wien zusammenkommen, um die Ergebnisse der weltweiten Drogenstrategie zu evaluieren. Das Ziel dieser Strategie ist es, den illegalen Drogenanbau, den Drogenhandel und die Nachfrage an Drogen zu reduzieren. Die Wahrheit ist, dass es keine Ergebnisse zu dieser Strategie gibt.

Im März 2009 präsentierte die Europäische Kommission einen Bericht über den globalen Markt an illegalen Drogen von 1998 bis 2007. Dieser Bericht, der Reuter-Trautmann Bericht, enthält Daten und lässt Schlüsse zu, die jene anderer Statistiken zur Drogenpolitik in der EU in den letzten Jahren bestätigen:

Die derzeitige Politik hat ihre primären Ziele verfehlt!

Nachfrage und Produktion illegaler Drogen konnten nicht vermindert werden und auch die Situation bei den Drogenkonsumenten, ihrem direkten Umfeld und in der Gesellschaft als Ganzes konnte nicht verbessert werden.

Die Prohibition reduziert nicht den Drogenkonsum, sie macht diesen nur riskanter. Sie verursacht gewalttätige Konflikte und fördert soziale Ausgrenzung. In Malaysia und 21 anderen Ländern der Welt droht Personen, die eine geringe Menge Drogen besitzen oder konsumieren, die Todesstrafe.

Dank der Prohibition ist der Drogenmarkt in den Händen von kriminellen Organisationen. Deren Profite verzerren die Ökonomie, korrumpieren Regierungen und unterstützen bewaffnete Gruppen. Um die globale Drogenprohibition zu erhalten, werden von den Regierungen pro Jahr mehr als 70 Milliarden Euro, oder 200 Millionen Euro am Tag, ausgegeben!

Trotzdem ist der Drogenkonsum ein zunehmendes Phänomen. Das kommt daher, dass die Menschen Drogen nutzen um sich gut oder noch besser zu fühlen, und solange es eine Nachfrage gibt, existiert immer auch ein Angebot. Wenn Drogen illegal sind, ist es unmöglich, die (potentiellen) Drogenkonsumenten zu informieren, zu bilden und so zu schützen.

Am Schwarzmarkt gibt es keine Qualitätskontrolle! Gesetzliche Rahmenbedingungen sind der einzige sinnvolle und effektive Weg um drogenbezogene Probleme abzuschwächen, das organisierte Verbrechen einzudämmen und Steuergelder für Gesundheitsvorsorge, Bildung und Sozialprogramme freizugeben.

Regierungen sind dafür da, ihre Bürger zu beschützen und nicht, um sie einzusperren. Das Treffen der Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen (CND) ist die Gelegenheit, diese wichtige Botschaft an die UNO zu senden.

Die aktuelle Drogenpolitik hat das Leben von hunderten Millionen von Menschen in der ganzen Welt zerstört. Sie wurden Opfer von Polizei- und Justizgewalt oder militärischer Repression. Ernten wurden vernichtet, Umweltschäden provoziert. Inhaftierungen und Folterungen wurden vorgenommen und ökonomische, soziale und kulturelle Rechte verletzt. Ganze Bevölkerungsschichten wurden an den Rand der Gesellschaft gedrängt und durch Behörden im Namen des "Krieges gegen Drogen" stigmatisiert.

Unterdessen lehnt das UNO Büro für Drogenkontrolle sämtliche Alternativen zur Prohibitionspolitik weiter ab. Wie lange müssen wir noch zusehen wie die UNO Richtlinien für eine Politik vorgibt, die von vornherein zum Scheitern verurteilt ist? Wann wird der gesunde Menschenverstand diese Entscheidungen übernehmen?

Diese Fragen wird eine Delegation von Bürgern aus der ganzen Welt beim Gipfel in Wien vorbringen. Sie repräsentieren Produzenten und Konsumenten illegaler Drogen und andere Bürger, die von der aktuellen Drogenpolitik betroffen sind.

Unter anderem wollen sie, dass weltweit legale Märkte für Produkte aus Coca-Blättern, Cannabis und Opium geschaffen werden. Nischenprodukte die eine zukunftssichere Gelegenheit für die Bevölkerung in Regionen wie z.B. in Afghanistan, Marokko oder in den Anden sein können. Sie unterstützen eine liberalere Drogenpolitik, wie z.B. den Umgang mit Cannabis in den Niederlanden oder Heroin in der Schweiz, die bessere Resultate zeigen als die bisherige repressive Drogenpolitik.

Es ist höchste Zeit neue Strategien in der internationalen Drogenpolitik zu etablieren, denn die gegenwärtige Situation verursacht mehr Probleme als sie Lösungen bietet.

Liberalere Strategien sind erforderlich, Strategien die weder Produzenten noch Konsumenten kriminalisieren, Strategien die darauf ausgerichtet sind, das Risiko in Bezug auf Drogen zu reduzieren und auf legalen Rahmenbedingungen und der Berücksichtigung der Menschenrechte basieren.

Wir laden alle Medienvertreter zu einer Pressekonferenz mit der ENCOD-Delegation zum UNO-Gipfel am Freitag, 12. März 2010, 10:00 Uhr im Cafe Landtmann (Löwel Zimmer), Dr. Karl Lueger Ring 4, 1010 Wien ein.

Sprecher: Beatriz Negrety Condori, Vertreterin von Coca-Bauern, Bolivien

Fredrick Polak, Psychiater und ENCOD-Mitglied, Niederlande

Er strebt seit einem Jahr eine offene Diskussion mit Antonio Maria Costa (Exekutivdirektor des UNO-Büros für Drogenkontrolle) an. Seine Meinung: „Drogenprohibition hat keinen Einfluss darauf hat, dass auch weniger Drogen konsumiert werden.“

Michael Krawitz, Virginians Against Drug Violence, USA
Allan Clear, Harm Reduction Coalition, USA
Andreas Holy, Legalisieren.at, Österreich
Joep Oomen, ENCOD - Koordinator and Gründer des belgischen Cannabis Social Club (CSC) „Trekt Uw Plant“, Belgien

Von Kiffer Info am  27.02.2010

Amsterdam: Bürgermeister will Initiative zur Legalisierung von Marihuana starten




"Job Cohen, Amsterdams amtierender Bürgermeister will mit Hilfe einer Kampagne Haschisch weltweit legalisieren lassen. Nicht nur der Konsum der Drogen, auch der Anbau solle in gewissen Rahmen gestattet sein.
So könne man laut dem Amtsmann der Kriminalität rund um die schon in den Niederlanden geduldete Softdroge das Wasser abgraben.

Außerdem sollten alle mit dem Konsum verbundenen Taten straffrei sein. Dies würde Polizei und die damit verbundenen Justizbeamten entlasten. "


Von Kiffer Info am  27.02.2010

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