erstellt von Axel Junker am:29.11.2008
Plebiszit über Cannabis-Konsum
Schweizer stimmen übers Kiffen ab
Am Sonntag stimmt die Schweiz über die Straffreiheit des Cannabis-Konsums ab. Sie könnte das erste Land der Welt werden, das die vor 60 Jahren eingeführte Hanf-Prohibition abschafft.
VON MATHIAS BRÖCKERS
Während der Alkohol-Prohibition in den 1920er-Jahren mussten Farmer in den USA um ihre Apfelbäume fürchten. Weil aus Äpfeln Cidre hergestellt werden konnte, waren Apfelbäume dem Reich des Bösen zugeschlagen und wurden bisweilen gnadenlos gefällt. Zehn Jahre später waren Alkohol und Äpfel wieder o. k., nun stand eine andere Feldfrucht in der Schusslinie: Die Blüten der Hanfpflanze wurden als "Marihuana" und "gefährlichste Droge der Menschheit verboten.
Die kurzzeitig beschäftigungslosen Prohibitionsbehörden wurden dem "Federal Bureau of Narcotics untergliedert und mit Harry J. Anslinger der erste "Drogenzar" der USA installiert. Ein Zug aus einer Marihuana-Zigarette macht Menschen zu wahnsinnigen Mördern und animiert vor allem... weiterlesen » |
erstellt von Axel Junker am:06.11.2008
Aus der Stellungnahme Prof. Dr. jur. Lorenz Böllingers – Professur für Strafrecht und Kriminologie, Uni Bremen - an den Ausschuss für Gesundheit beim Deutschen Bundestag zur Sachverständigen-Anhörung in Sachen Cannabis als Medizin in Berlin am 15. 10. 2008.
Zitat:
Das Grundrecht auf Cannabis als Medizin: „Jeder hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit“ lautet Art. 2 Abs.2 Satz 1 unseres Grundgesetzes. Und das oberste ärztliche Prinzip „nihil nocere“ – niemand darf durch die Behandlung an seiner Gesundheit geschädigt werden – gilt unbedingt auch für staatliche Grundrechtseingriffe. Staatliche Eingriffe in Grundrechte – dazu gehört auch die verwaltungsrechtliche Verweigerung einer Genehmigung – müssen dem Verhältnismäßigkeitsprinzip genügen, d.h. sie müssen geeignet, erforderlich und dem Anlass proportional sein. Weiter muss nach dem sich aus Art. 20 Abs.1 und 28 Abs.1 GG ergebenden Sozialstaatsprinzip im Sinne eines Staatszieles soziale Gerechtigkeit und Sicherheit gewährleistet werden, wozu... weiterlesen » |
erstellt von Axel Junker am:06.11.2008
EINIG IGNORANZ UNRECHT UNFREIHEIT
Im September 2006 erstattet der heute 55jährige Axel Junker aus Westerland bei der Polizei eine Selbstanzeige wegen des Anbaus von Cannabis aus medizinischen Gründen. Junker leidet seit 28 Jahren u. a. an einer Hepatitis C-Virusinfektion und Schmerzzuständen nach einer Bandscheiben – OP. Er kuriert sich seit 10 Jahren unter ärztlicher Aufsicht erfolgreich mit Cannabis, konnte seinen sonstigen Medikamentengebrauch seither drastisch senken und ist noch immer berufstätig. Erfolg seiner Selbstanzeige: Hausdurchsuchung, Beschlagnahme von 8 Cannabispflanzen, erstinstanzliche Verurteilung zu einem Jahr Haft ohne Bewährung. Für juristische und verwaltungsrechtliche Auseinadersetzungen hat er bisher allein 8000 € an Kosten für Rechtsanwälte aufwenden müssen. Das Urteil in der Sache ist noch immer nicht rechtskräftig. Es steht zu befürchten, dass Junker wegen seiner tiefen Überzeugung und Erfahrung, dass Cannabis medizinisch in der Tat überaus hilfreich wirkt, nicht nur in Haft... weiterlesen » |
erstellt von Axel Junker am:06.11.2008
Zu den Anträgen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen „Medizinische Verwendung von Cannabis erleichtern“ vom 27. 11. 2007 und der Fraktion Die Linke „Cannabis zur medizinischen Behandlung freigeben“ vom 25. 06. 2008 wurden anlässlich der Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages am 15. 10. 2008 mehrere Einzelsachverständige und Interessen-Verbände um schriftliche Stellungnahmen gebeten.
Vorbemerkung:
Der GKV-Spitzenverband lehnt – als einziger der nachfolgend genannten sachverständigen Institutionen bzw. Experten - aus „Mangel an Nutzen, Notwendigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit“ die o. g. Anträge ab. Das konkrete Finanzvolumen für die Behandlung mit cannabishaltigen Substanzen wurde als "nicht einschätzbar" beurteilt. Beim GKV geht man von rund 20 Millionen Schmerzpatienten und Kosten von bis zu monatlich 800 € für Dronabinol pro Krankem aus. Der Spitzenverband votiert ergo aus rein finanziellen Erwägungen für die Beibehaltung ungenügend behandelter Krankheiten/Schmerzen,... weiterlesen » |
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erstellt von Axel Junker am:15.10.2008
Lieber Freunde in Österreich,
Ihr scheint uns mit Eurer Gesetzgebung inzwischen um einiges voraus zu sein. Wer tiefergehend in die Materie eintauchen möchte, kann sich mit den u. g. Links vertraut machen und lesen, wie hier derzeit die Stimmung ist.
Im Übrigen bin ich nicht verwundert, dass sich Eurer Problem der Rechtslastigkeit durch den Einsatz von etwas mehr als 1,8 Promille so schnell und nachhaltig hat beenden lassen...Oder mit anderen Worten"HAI-Der Führer war nicht high!"
http://www.megavideo.com/?v=KBXRZY2D
http://www.sueddeutsche.de/wissen/117/314018/text/
http://www.zeit.de/online/2008/42/cannabis-medizin-bundestag
http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_285/03.html
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erstellt von Axel Junker am:11.10.2008
11
Okt
2008
Erklärung zur Unterstützung der medizinischen Verwendung von Cannabisprodukten durch medizinische Organisationen
Im Vorfeld der öffentlichen Anhörung im Gesundheitsausschuss
des Deutschen Bundestags am 15. Oktober fordern führende
medizinische Gesellschaften und Patientenorganisationen eine
Erleichterung der Verwendung von Cannabisprodukten für
medizinische Zwecke. Dazu verfassten die Organisationen eine
gemeinsame Stellungnahme. Die "Berliner Erklärung zur
medizinischen Verwendung von Cannabisprodukten" lautet:
"Im Jahr 1998 haben medizinische Gesellschaften,
Selbsthilfegruppen und Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft
und Kultur in der ‘Frankfurter Resolution’ die Forderung erhoben,
die medizinische Nutzung von Cannabis zu erlauben. Heute - zehn
Jahre später - ist die Erforschung des medizinischen Potenzials
von Cannabis und einzelner Cannabinoide erheblich
fortgeschritten und der medizinische Nutzen von Cannabinoiden... weiterlesen » |
erstellt von Axel Junker am:10.10.2008
www.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de 4262 UNTERSCHRIFTEN
Danke an alle, die sich namentlich oder anonym beteiligt haben. Eine Liste der geladenen Expertenverbände und Einzelsachverständigen zur Anhörung am 15. 10. 08 in Berlin so wie Internet-TV-Übertragungszeiten können der SCM-Frontseite entnommen werden.
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erstellt von Axel Junker am:05.10.2008
CLUSTER- BOMBEN IM GLASPALAST
Tief in den verwinkelten Abgründen eines deutschen Internet-Forums, in welchem ansonsten dröge – aber auch dringliche Rechtsfragen erörtert werden, tummelt sich eine kleine – nicht sonderlich verschworene - Clique von etwa 6 bis 8 Stamm-Diskutanten und ergründet seit langen Wochen und Monaten ähnlich abgründige Tiefen verwinkelter Welt-Drogenpolitik. Inbrünstig werden Themen von Nikotin über Alkohol, Cannabis bis hin zu Heroin und Crack aus medizinischer wie genusstechnischer Sicht behandelt. Mit allen Mitteln. Begriffe, die beispielsweise „Nazi, Junkie, Anfixer, Blockwart, Denunziant, Exkrement, Lügner und/oder Süchtiger“ umfassen, sind längst gefallen. Auch in absichtlich vorwurfsvollem Ton geäußerte Bezeichnungen wie „Einstiegsdroge, Mafia, Genickschuss, Welt-Rauschgifthandel, Studien-Fälscher, Spiegelredner, Psychose, Nebenwirkung, NEM und Big Pharma“ wurden im stets überbordenden Sprachrahmen gemeinsamer Aggressionsbewältigung schon als... weiterlesen » |