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Sunday, February 05, 2012

 

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Österreich: Bericht zur Drogensituation 2006

Am 22. November wurde der "Bericht zur Drogensituation 2006" veröffentlicht. Der Bericht ist sehr lesenswert und wurde vom ÖBIG (Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen) http://www.oebig.at/ erstellt. [encod.vie] hat den Bericht gelesen und die wichtigsten Stellen kommentiert. Besonders werden die Passagen die Cannabis betreffen in den Vordergrund gestellt.

Der gesamte Bericht sollte hier zum downloaden sein: http://www.oebig.at/upload/files/CMSEditor/BERICHT_ZUR_DROGENSITUATION_2006.pdf

Europäische Perspektive

Die Preise von illegalen Drogen sind letztes Jahr in Europa um 10-20% gesunken. Illegale Drogen sind so billig wie noch nie und das Angebot beginnt erstmals die Nachfrage zu übersteigen. In Afghanistan jagt eine Rekordernte an Opiaten die nächste.

Drogenkonsum

Insgesamt ist ein Anstieg des Drogenkonsums zu verzeichnen. Die Zuwächse gehen vorallem auf das Konto von Cannabis und Kokain. Opiate, Amphetamine, Ecstasy und LSD stagnieren. Bei jungen Erwachsen beträgt die Cannabis Prävalenz derzeit 34%, fällt dann bei den 50-60 jährigen auf 6-7%. Insgesamt haben 27% der befragten steirischer Berufsschüler schon Cannabis probiert, sogut wie jeder hat schon am Glas genippt (95%) und an der Zigarette haben insgesamt 84% gezogen. Andere Naturdrogen wurden von ca. 9% schon probiert. Schnüffelstoffe hatten schon 11,4% getestet. Mit den restlichen Drogen hatte erst jeder 20 Kontakt. Siehe Grafik.

Abbildung Konsumerfahrungen - Bericht zur Drogensituation 2006.JPG

Drogenerfahrung - Seite 14 Drogenbericht 2006

Drogen bezogene Kriminalität

2005 gab es ca. 26.000 Anzeigen wegen Vergehen und Verbrechen gegen das Suchtmittelgesetz und 3929 Festnahmen. Die Polizei forschte weniger schwere Dealer (Verbrechen §28 SMG), dafür mehr kleinere Konsumenten (Vergehen §27 SMG (z.B. Reinhard Fendrich)) aus. Die Anzeigen wegen Cannabis erreichen mit ca. 21.000 ein "All-Time-High". Bei Kokain gefolgt mit ca. 4300 Anzeigen gibt es ebenfalls einen neuen Rekord. Bei Heroin und Opiaten ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Der LSD Konsum ist, wie seit Jahren schon, weiterhin rückläufig. Auch der Konsum von Ecstasy und Amphetaminen reduzierte sich.

Abbildung Anzeigen Art des Suchtgiftes - Bericht zur Drogensituation 2006 - Mini.JPG

Anzeigen SMG - Art des Suchtgiftes - Bericht Seite 50

Abbildung Vergleich Vergehen - Verbrechen SMG - Bericht zur Drogensituation 2006 - Mini.JPG

Vergehen §27 SMG - Verbrechen §28 SMG - Bericht Seite 49

 

Die Polizei zeigte um 600 so genannte "kleine Fische" (22.733) mehr an, dafür um 112 gefährliche Dealer (2308) weniger an. Das Ergebnis u.a. der Arbeit von Ex Polizei General Roland Horngacher. Mehr Brutalität dafür weniger Hirn bei der Arbeit.

Verurteilungen

Die Gerichte bestrafen strenger. Obwohl die Anzahl der Verurteilungen nach dem SMG im Jahr 2005 mit 6.128 Fällen nur leicht (um 7 %) angestiegen ist (5.706 im Jahr 2004 oder 26 % von 2003 auf 2004), zeigte die Anzahl der unbedingten Freiheitsstrafen (2005: 1.624) eine Steigerung von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit erreichten die Gesamtzahlen der Verurteilungen nach dem SMG und ihr Anteil an allen Verurteilungen (1996: 5,2 %; 2005: 13,4 %) neue Höchststände, lagen aber nur wenig über den Werten aus dem Vorjahr.

Abbildung Verurteilungen SMG - Bericht zur Drogensituation 2006.JPG

Verurteilungen nach SMG - Bericht Seite 115

Von insgesamt 2308 angezeigten "professionellen Drogendealern §28 SMG" wurden 1357 verurteilt. Um 85 oder 6% weniger als im Vorjahr. Mit 13,4% ist die Gruppe wegen Vergehen und Verbrechen gegen das SMG die größte in Österreichs Gefängnissen.

Österreich: Bericht zur Drogensituation 2006

Am 22. November wurde der "Bericht zur Drogensituation 2006" veröffentlicht. Der Bericht ist sehr lesenswert und wurde vom ÖBIG (Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen) http://www.oebig.at/ erstellt. [encod.vie] hat den Bericht gelesen und die wichtigsten Stellen kommentiert. Besonders werden die Passagen die Cannabis betreffen in den Vordergrund gestellt.

Der gesamte Bericht sollte hier zum downloaden sein: http://www.oebig.at/upload/files/CMSEditor/BERICHT_ZUR_DROGENSITUATION_2006.pdf

Europäische Perspektive

Die Preise von illegalen Drogen sind letztes Jahr in Europa um 10-20% gesunken. Illegale Drogen sind so billig wie noch nie und das Angebot beginnt erstmals die Nachfrage zu übersteigen. In Afghanistan jagt eine Rekordernte an Opiaten die nächste.

Drogenkonsum

Insgesamt ist ein Anstieg des Drogenkonsums zu verzeichnen. Die Zuwächse gehen vorallem auf das Konto von Cannabis und Kokain. Opiate, Amphetamine, Ecstasy und LSD stagnieren. Bei jungen Erwachsen beträgt die Cannabis Prävalenz derzeit 34%, fällt dann bei den 50-60 jährigen auf 6-7%. Insgesamt haben 27% der befragten steirischer Berufsschüler schon Cannabis probiert, sogut wie jeder hat schon am Glas genippt (95%) und an der Zigarette haben insgesamt 84% gezogen. Andere Naturdrogen wurden von ca. 9% schon probiert. Schnüffelstoffe hatten schon 11,4% getestet. Mit den restlichen Drogen hatte erst jeder 20 Kontakt. Siehe Grafik.

Abbildung Konsumerfahrungen - Bericht zur Drogensituation 2006.JPG

Drogenerfahrung - Seite 14 Drogenbericht 2006

Drogen bezogene Kriminalität

2005 gab es ca. 26.000 Anzeigen wegen Vergehen und Verbrechen gegen das Suchtmittelgesetz und 3929 Festnahmen. Die Polizei forschte weniger schwere Dealer (Verbrechen §28 SMG), dafür mehr kleinere Konsumenten (Vergehen §27 SMG (z.B. Reinhard Fendrich)) aus. Die Anzeigen wegen Cannabis erreichen mit ca. 21.000 ein "All-Time-High". Bei Kokain gefolgt mit ca. 4300 Anzeigen gibt es ebenfalls einen neuen Rekord. Bei Heroin und Opiaten ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Der LSD Konsum ist, wie seit Jahren schon, weiterhin rückläufig. Auch der Konsum von Ecstasy und Amphetaminen reduzierte sich.

Abbildung Anzeigen Art des Suchtgiftes - Bericht zur Drogensituation 2006 - Mini.JPG

Anzeigen SMG - Art des Suchtgiftes - Bericht Seite 50

Abbildung Vergleich Vergehen - Verbrechen SMG - Bericht zur Drogensituation 2006 - Mini.JPG

Vergehen §27 SMG - Verbrechen §28 SMG - Bericht Seite 49

 

Die Polizei zeigte um 600 so genannte "kleine Fische" (22.733) mehr an, dafür um 112 gefährliche Dealer (2308) weniger an. Das Ergebnis u.a. der Arbeit von Ex Polizei General Roland Horngacher. Mehr Brutalität dafür weniger Hirn bei der Arbeit.

Verurteilungen

Die Gerichte bestrafen strenger. Obwohl die Anzahl der Verurteilungen nach dem SMG im Jahr 2005 mit 6.128 Fällen nur leicht (um 7 %) angestiegen ist (5.706 im Jahr 2004 oder 26 % von 2003 auf 2004), zeigte die Anzahl der unbedingten Freiheitsstrafen (2005: 1.624) eine Steigerung von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit erreichten die Gesamtzahlen der Verurteilungen nach dem SMG und ihr Anteil an allen Verurteilungen (1996: 5,2 %; 2005: 13,4 %) neue Höchststände, lagen aber nur wenig über den Werten aus dem Vorjahr.

Abbildung Verurteilungen SMG - Bericht zur Drogensituation 2006.JPG

Verurteilungen nach SMG - Bericht Seite 115

Von insgesamt 2308 angezeigten "professionellen Drogendealern §28 SMG" wurden 1357 verurteilt. Um 85 oder 6% weniger als im Vorjahr. Mit 13,4% ist die Gruppe wegen Vergehen und Verbrechen gegen das SMG die größte in Österreichs Gefängnissen.

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